Freitag, 23. Juni 2017, 20.00 Uhr
Von der Rose über die Linde ins Paradies
Die Nachtwächter führen zu den einstigen und heutigen Wirtshäusern am Markt und im Tal.

Freitag, 21. Juli 2017, 20.00 Uhr
Raus aus’m Kreuz ond nei en Hirsch
Die Nachtwächter führen zu den einstigen und heutigen Wirtshäusern in der Unterstadt.

UMGANG IM LUTHER-JAHR 2017
Freitag, 29. September 2017, 20.00 Uhr
„Wer noch meyn rat, welcher zwen roeck hett er
verkauffte den ain und kauffte ein new Testament
darfür.“
Die Nachtwächter erinnern beim Umgang durch die
Altstadt an Sebastian Lotzer von Horb.

Samstag, 21.Oktober 2017, 20.00 Uhr
‘s Bescht vo da Horber Nachtwächter
Die Nachtwächter führen durch die Horber Oberstadt.

HORBER ADVENT
Samstag, 02. Dezember 2017, 19.00 Uhr
z‘ Bethlehem em Schopf
Die Nachtwächter tragen beim Umgang durch die
weihnachtlich beleuchtete Altstadt vor den vier ehemaligen
Horber Klöstern schwäbische Weihnachtsgedichte von
Helmut Engisch vor.

Alle Nachtwächterführungen beginnen und enden vor dem Rat- und Wachthaus auf dem Horber Marktplatz. Um eine Spende wird gebeten. Bei Regen fallen die Umgänge aus.

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Kleine Geschichte
der Horber Nachtwächter

1282   Pfalzgraf Otto von Tübingen befreite in einem Privileg als Stadtherr von Horb das Dominikanerinnenkloster unter anderem von der "vigilia" (lat. Nachtwache)
1320  Graf Rudolf I. von Hohenberg befreite die Horber Schaffnerei des Dominikanerinnenklosters Kirchberg in einer Urkunde "für alle stüren und für wachten".
1420   Nach dem Horber Stadtrecht galt für alle Bürger die Wehr- und Wachtpflicht. Der Schultheiß ernannte besoldete Wächter, für deren Bezahlung ein Wachtgeld erhoben wurde. Von der Zahlung des Wachtgelds waren nur die Mitglieder des Stadtgerichts befreit.
1550  Der Horber Nachtwächtereid wurde ins Stadtbuch geschrieben. Die ummauerte Stadt war in vier Wachten eingeteilt. Die Nachtwache zählte zu den 25 besoldeten Diensten der Stadt, die mit etwa 95 Personen besetzt waren, welche immer nach Weihnachten auf dem Horber Rathaus beim Jahrgericht gewählt wurden. Der Nachtwächterdienst war mit dem Amt des Totengräbers verbunden. Für ein Grab, das "sechs werk schuch tieff" ausgehoben werden musste, betrug der "graberlohn" zweieinhalb Schilling.
1670 Die am Beginn der Neuzeit einsetzende Hexenverfolgung verdichtete sich in Horb zu einem besonderen Amt, mit dem die Stadtwächter betraut wurden. Der Nordstetter Jakob Dorn erwarb das Horber Bürgerrecht, indem er sich als "Gassenwächter und Hexenfanger" einstellen ließ.
1725   Das  in der Wintergasse gelegene "Wächter Haüßlin", in das sich die vier Nachtwächter nach dem Wachtläuten zu begeben hatten, wurde beim großen Stadtbrand zerstört.
1818   Beim Verkauf der beiden städtischen Getreidemühlen mussten die Erwerber die Verpflichtung übernehmen, weiterhin das "todten Viertel" abzugeben. Als Totengräber stand jedem der vier Nachtwächter wöchentlich "1 Viertel Mühlfrucht Horber Maas" aus den städtischen Getreidemühlen am Neckarkanal zu. Damit war für jede Nachtwächterfamilie mit ca. 2,5 kg Mehl zumindest das tägliche Brot gewährleistet.
1837   Horbs erste Nachtlaterne erstrahlte am Oberamtsgebäude . Vier Jahre später wurden weitere vier "Öl-Funzeln" in der Stadt aufgehängt.
1853   Der Bezug des so genannten Totenviertels wurde im Zuge der
Zehnt- und Gültablösungen aufgehoben.
1860   In einem neben dem Rathaus gelegenen Wohnhaus wurde das neue Wachthaus mit Wachtstube und Arrestlokal eingerichtet.
1863   Die Stadt erwarb beim Schwenninger Uhrenfabrikanten Bürk eine Nachtwächterkontrolluhr. Zwei Jahre später wurde eine zweite Kontrolluhr angeschafft.
1872   Anstatt vier wurden nur noch zwei Totengräber angestellt. Die Bewerbung um die vier Nachtwächterstellen erfolgte beim Gemeinderat und der Stiftungsrat vergab die zwei verbliebenen Totengräberstellen.
1874    Die vier Horber Nachtwächter erhielten eine neue "Dienst=Instruction", nach der sie "die Stunden an den seither üblichen Plätzen und in seitheriger Reihenfolge pünktlich, laut und deutlich ausrufen" sollten.
1895    35 Glühlampen beleuchteten Horbs Straßen und bezogen ihren Strom aus einem der ersten Elektrizitätswerke im Königreich Württemberg.
1902    Die Verpflichtung, die Stunden laut und deutlich auszurufen, wurde für die Horber Nachtwächter aufgehoben.
1907   Mit der Anstellung eines zweiten Polizeidieners wurde die Zahl der Nachtwächter halbiert. Die beiden Polizeidiener übernahmen abwechslungsweise den Vormitternachtswachtdienst, während die beiden Nachtwächter mit dem Nachmitternachtwachtdienst betraut wurden.
1917    Nach dem Ausscheiden von Nachtwächter und Totengräber Karl Sinz versah Horbs letzter Nachtwächter und Totengräber Franz Rimmele die Nachtwache alleine.
1927    Wilhelm Klink, letzter Vertreter der Horber Bildhauerschule, schuf auf der Wachthausfassade die Malerei mit dem Horber Nachtwächter und dem Polizeidiener.
Ein unbekannter Horber Bürger widmete Horbs letztem Nachtwächter zum 25jährigen Amtsjubiläum ein Gedicht.
1937
    Der Horber Stadtrat hob zum 1. April die letzte Nachtwächterstelle auf, nachdem die Schutzmannschaft der Polizei mehr und mehr die Hauptlast des Nachtdienstes getragen hatte.
2006    Heinrich Raible, Bruno Springmann und Joachim Lipp belebten mit einem ersten Umgang die jahrhundertealte Horber Nachtwächtertradition.


Horber Wachthaus mit Polizeidiener und Nachtwächter
(Fassadenmalerei von Wilhelm Klink, 1927)

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Die Horber Zehnuhr-Glocke

Während den Nachtwächterführungen ist vom Stiftskirchenturm das traditionelle Horber Zehnuhr-Läuten zu hören, das einstens endgültig auch für die auswärtigen Herbergsgäste in den Horber Gasthäusern die nächtliche Sperrstunde ankündigte. Die so genannte Wachtglocke war die drittgrößte Glocke im Stiftskirchenturm und wurde auch als "Lumpenglocke" bezeichnet, weil sie die letzten Zecher der Stadt ins Bett schickte.
Nachdem das Geläut der Stiftskirche beim großen Stadtbrand des Jahres 1725 zerstört worden war, ließ man im Jahr 1732 von dem Lothringer Nikolaus Rosier in einer Rottenburger Werkstätte eine neue Wachtglocke mit einem Gewicht von 240 kg gießen. Diese musste im Juni 1917 während des Ersten Weltkriegs mit Gott für Kaiser und Vaterland an die Kriegs- und Rüstungsindustrie abgeliefert werden.



Die Horber "Wachtglocke (Zehne-Glocke)" im Juni 1917 vor ihrer Auslieferung an die Kriegs- und Rüstungsindustrie des Deutschen Kaiserreiches.

 

Das Zehnuhr-Läuten, das die Horber Nachtwächter „seit unvordenklichen Zeiten“ im Turm der Stiftskirche besorgten, wurde ursprünglich vom Spital zum Heiligen Geist kurz vor Weihnachten am Thomastag (21. Dezember) belohnt. Der Dienst war für die ehemals vier Nachtwächter in der langen Thomasnacht besonders beschwerlich, denn man zählte diese zu den Raunächten, in denen die bösen Geister besonders lange wirksam sein konnten, so dass man den Morgen danach infolge des erhöhten Alkoholkonsums auch den "Kotzmorgen" nannte.
Im 19. Jahrhundert erscheint das Läuten dann unter der Rubrik Besoldung als fester Ausgabeposten in den Stadtpflegerechnungen: „Von Läutung der 10 Uhr Glocke gebührt den Nachtwächtern auf Georgi jeden Jahrs 38 Schilling 3 Kreuzer.“
Als der Vormitternachtswachtdienst 1907 von den beiden städtischen Polizeidienern übernommen wurde, besorgten diese das Zehnuhrläuten. 

Die Zehnuhr-Glocke verstummte, als das Reichsinnenministerium 1942 den Polizeivollzugsdienst in Horb an die Gendarmerie übertrug.

In den einstig österreichischen Landen endete am Thomastag die Amtszeit der besoldeten Stadtdiener und gleich nach Weihnachten wurden beim Jahrgericht auf dem Horber Rathaus auch die vier Nachtwächter neu gewählt und vereidigt.
Seit 2006 wird diese Tradition aus vorderösterreichischen Zeiten wieder belebt, indem die Stadt Horb immer am Thomastag die Nachtwächter mit dem Thomaswein beschenkt.

Bericht der Horber Neckar-Chronik vom 21.12.2011  


Am 21. Dezember 2016 bedankte sich Bürgermeister Jan Zeitler im Rathaus bei den Nachtwächtern vom Kultur- und Museumsverein für ihr ehren-amtliches Engagement mit drei Horber Weingebinden in den Stadtfarben.


HUTHMACHERS ST(R)ICHELEIEN: Wem am Thomastag welche Stunde schlägt ...
Zeichnung:
Dieter Huthmacher

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Die Entdeckung der Pünktlichkeit


Nachtwächterkontrolluhr von Johannes Bürk, 1855

Im November 1863 beschloss der Horber Stadtrat auf Empfehlung des königlich württembergischen Oberamtes, eine Nachtwächterkontrolluhr "beim Uhrenfabrikanten Bürk in Schwenningen O. A. Rottweil" zu erwerben. Seither zählten auch die Horber Nachtwächter zu den kontrollierten Kontrolleuren. Die Funktionsweise einer Nachtwächterkontrolluhr wird bei jedem Nachtwächterumgang an originaler Stätte demonstriert.


Nachtwächterkontrolluhren aus der Sammlung der Horber Nachtwächter

Nachtwächterkontrolluhrensammlung  

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Neujahransingen der Horber Nachtwächter

Das Neujahransingen der Horber Nachtwächter zählt zu den längst vergessenen Heischebräuchen am Jahreswechsel. Nach einer Notiz im Horber Stadtarchiv haben die Nachtwächter von Horb in der Neujahrsnacht ihre äußerst geringe Besoldung dadurch aufgebessert, dass sie den Stadträten und sonstigen Honoratioren das Neujahr ansangen, wofür sie dann von den Betreffenden ein Geschenk bekamen.

Lied welches die Nachtwächter in Horb
in der Neujahrs=Nacht singen werden

Wohlauf im Namen Jesu Christ,
Das neue Jahr vorhanden ist;
Es lobe jezo Jedermann,
Den, der uns bisher Gut’s getan.

Der ewige und reiche Gott
Ist eine Zuflucht in der Noth;
Er segnet gern, er hilft und gibt,
Wenn man ihn bittet, ehrt und liebt.

Er segne dann die Christenheit,
Den Lehrstand und die Obrigkeit;
Wer sich im Hausstand ehrlich nährt,
Dem werde auch viel Gut’s bescheert.

Es wende seine Vaterhand,
Von uns den Hunger, Krieg und Brand;
Und einen bösen schnellen Tod,
Womit er frechen Sündern droht.

Es schau der Herr der ganzen Welt,
Mit Gnaden auch auf unser Feld;
Es fehle uns und unser’m Vieh
an Nahrung und Gesundheit nie.

Es fließe auch auf dieses Haus,
der Segen Gottes reichlich aus;
Den Alten und den Jungen sey,
Des Höchsten Güte täglich neu.

So hab ich dann in dieser Nacht,
Viel gute Wünsche dargebracht;
Gott mache sie im neuen Jahr,
An uns und allen offenbar.

(Nagolder Intelligenzblatt, Dezember 1836, Seite 592)

Neujahransingen 2017




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Das Horber Totenviertel

Das Ausmaß an Verachtung, das die Bürgerschaft gegenüber den Nacht-wächtern hegte, ließ sich kaum überbieten. Bis in das Zeitalter der Aufklä-rung zählte der Nachtwächterdienst zu den so genannten unehrlichen Be-rufen, die gesellschaftlich verachtet waren. Diese berufliche Ehrlosigkeit wurde in Horb noch durch die Tatsache verstärkt, dass der Nachtwächter-dienst stets mit dem Amt des Totengräbers verbunden war, dessen Tätigkeit vor dem Hintergrund alter Tabuvorstellungen besondere Verachtung genoss. Als Totengräber stand den vier Horber Nachtwächtern wenigstens das so genannte Totenviertel zu, das sie jede Woche aus den beiden am Mühlkanal gelegenen städtischen Getreidemühlen zu beanspruchen hatten und aus „1 Viertel Mühlfrucht Horber Maas“ bestand. Damit war für jeden der schlecht besoldeten Nachtwächter mit ca. 2,5 kg Mehl zumindest das tägliche Brot gewährleistet.
Nach der Deutschen Revolution 1848/49 wurde das Horber Totenviertel im Zuge der Zehnt- und Gültablösungen 1853 aufgehoben.

"So wie auch denen Todtengräbern dahier alle Wochen 1 Vrtl Mühlfrucht, das todten Viertel genannt, abzugeben ist." (Versteigerungsprotokoll der unteren Mahlmühle, Horb 1818)

Herrn Nachtwächter Rimmele
gewidmet zu seinem 25-jährigen Amtsjubiläum

Heut‘ sind es fünfundzwanzig Jahr‘
Eine lange Zeit fürwahr,
Seit Herr Rimmele in der Stadt
Das Amt des Nachtwächters hat.

Mit dem Mantel und der Mütze
An dem Stock ne lange Spitze
In der Tasche die Laterne
So wacht er für uns Bürger gerne.

Hirschgaß‘, Neckarstraß‘ und Tal
Sein Stock der rasselt überall,
Man hört ihn Nachts zu jeder Stunde,
Es macht der Wächter seine Runde.

Er hat dabei auf alles Acht,
Daß keiner groben Unfug macht
Und keiner singt dem Schätzelein
Sonst sperrt ins Wachthaus er ihn ein.

Dringt aus einem Wirtslokal
Zu später Stund‘ der Lampe Strahl,
Dann tritt der Wächter leise ein
Es sitzen noch ein paar beim Wein.

Er sagt zu ihnen laut und bieder
Die Polizeistund‘ ist vorüber;
Bleibet ihr noch länger sitzen
Dann muss ich den Bleistift spitzen.

Sieht er wo ein Pärchen steh’n
Der Wächter, der hat nichts geseh’n;
Denn bei der Pousiererei
Sagt er – da sei nichts dabei.

Trank einer von dem edlen Blut
Der Reben mehr als für ihn gut,
Und kann er nicht mehr gerade steh’n,
Der Wächter, der wird mit ihm geh’n.

Ihm sei ein volles Glas gebracht!
Zum Dank, weil er so für uns wacht
und doppelter Gehalt dazu
Auf daß nichts störet uns‘re Ruh‘!


Verfasser unbekannt
Horber Chronik vom 07.11.1927

Bilder von der Horber Nachtwächterführung



Begrüßung der Gäste vor dem Wachthaus


Der Horber Nachtwächtereid wird verlesen


Nachtwächter Bruno Springmann


Nachtwächter Heinrich Raible


Obernachtwächter Joachim Lipp



Gewarnt wird vor Horbs einzigem Gespenst, der Weißen Frau


"Des Schönste a Freidastadt isch da Omnibus noch Horb!"


Vor dem Schüttetörle ertönt das Horber Lied


Durch den Burggarten zur Stiftskirche



Ankündigung des Horber Zehnuhrläutens


Vom Gebrauch einer Nachtwächterkontrolluhr


Auf den Horber Stäpfele


Gute Nacht!

Nachtwächter-Stillleben im Kloster

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Horber Nachtwächtereid
(Horber Stadtbuch um 1550)

Den umbgenden Wächter geit der Bürgermeister den aidt wie nachvolgt

Erstlich wann man abents uff die Wacht leüt sollenn die vier Wächter alls baldt onn allen verzug im Wächter haüßlin erscheinen / unnd die stunden wie der gebrauch ordenlich rüeffen unnd sich uff der gassen allenhalben wol umbsehen unnd nit mit dem Umbgang eilen, sonder den Wächtern uff den Thurmen, auch ordenlich und wie bißher der gebrauch gewesen rüeffen / unnd welcher inen nit entgeiht, den Burgermeister gleich morgens anzaigen, Item wann sie die Wächter inn der statt fewer spüren / das schaden oder nachteil bringen möchte, das sollen sie dem Amptman unnd Burger=Wachtmeister fürderlich anzaigen unnd die Leüt da sie das fewer argwönisch findenn, desgleichen die Nachpurn darumb ufmerkhen / damit schad unnd nachteil sovil müglich verhüet beleib / Wann aber feyers geschray usserhalb der statt Horb, inen anzaiget wirt, sollen sie das dem Amptman unnd Burgermeistern fürderlich anzeigen / unnd sonst kein geschray machen / Item wann nachts Windt ufstanden, sollen sie die Burger wacht, der ordnung nach vor und mitternacht bietenn, unnd wan sie uff der gassen im Umbgeen argwönisch Leüt finden, sollen sie die Wächter dießelben anfallen, unnd handthaben unnd dem allem bey irem geschworenen aiden Nachkhommen, Getrewlich unnd Ungevarlich.

Straff deren Die bey Nacht über der Stat Porten oder mauren auß= undt einsteigen

Welcher bey der nacht muetwillig oder leichtfertiglich ein oder außsteigandt, betreten oder erkhundigt wurd der oder dieselben sollen nach gestalt der sachen ernstlich gestraft werden.

Straff deren Die die Wächter in der Stat zue vergwältigen
und zue schlagen understehen

Welcher bey der Nacht auffsäzlich unnodt undt ehrhafft ursachen, die Wächter von der obrigkait gesezt, auff den gaßen understehen zuvergwältigen, zueschlagen undt mit worten oder thaten, frävenlich handt an sie zuelegen, oder aber, ab irer wacht zuetringen, der soll nach gestalt der sachen ernstlichen an Leib oder Guet gestraft werden.

(Stadtarchiv Horb B 169/3)

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Horber Nachtwächterruf

Loset, was will i Eu saga?
Der Hammer hot zehne g'schlaga.
Jezt betet und noh gehnt in's Bett,
Und wer a ruhig's G'wissa hät,
Schlof' sanft und wohl; em Himmel wacht
A heiter Aug' die ganze Nacht.
                        11 Uhr
Und wer no bei der Arbet schwizt,
Und wer no bei de Karta sizt,
Deam biet i jezt zum leztamol,
'S ischt hohe Zit und schlofet wohl!
                        12 Uhr
Und wenn no' in der Mitternacht
A Gmüath in Schmerz und Kummer wacht
So geb' am Gott a ruhige Stund'
Und mach' es wieder froh und g'sund.
                        1 Uhr
Und wo uf Satans G'heiß und Roth
A Dieb uf dunkla Pfada goht,
(I will's nit hoffa, aber g'schieht's)
Gang hoam, der himmlisch' Richter sieht's.
                        2 Uhr
Und wenn scho wieder, eh's noh tagt,
Die schwere Sorg' am Herze nagt,
Du armer Tropf, dei Schlof ist hi,
Gott sorgt, es wär' net nöthig g'si.
                        3 Uhr
Die Morgenstund' am Himmel schwebt,
Und wer in Fried' den Tag erlebt,
Dank's Gott und fass an frischa Muath,
Und gang ans G'schäft und halt se guat!
                        4 Uhr
Wach' auf vo deinem Sündaschlof,
Ermuntre dich, verirrtes Schoof
Und bess're bald Dei Leba;
Wach' auf, es isch scho hohe Zeit
Scho rückt heran die Ewigkeit
Dir deinen Lohn zu geba!

(Horber Chronik vom 12.08.1860)

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Besuch des 16. Treffens der Baden-Württembergischen Nachtwächter- und Türmerzunft am 19.03.2017 in Altensteig


Spendenaktion der Horber Nachtwächter zugunsten des Fördervereins der Roßbergschule - 2016


Die Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein sammelten beim Horber Advent 2016 Spenden, die dem Förderverein der Roßberg-Förderschule zugute kommen sollten. Der Spendenscheck in Höhe von 250 € wurde in Vertretung für die 1. Vorsitzende Marina Henßler an den Konrektor Jens Eggert durch Vereinskassier Stefan Reichel übergeben.

Spendenaktion der Horber Nachtwächter zugunsten der DRK Ortsgruppe Bildechingen - 2016


Die Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein sammelten bei der Septemberführung Spenden, die der DRK Ortsgruppe Bildechingen zugute kommen sollten. Der Spendenscheck in Höhe von 250 € wude vor dem Bildechinger DRK-Heim an Bereitschaftsführerin Gisela Lobmiller und deren Stellvertreter Detlef Wüstholz durch Vereinskassier Stefan Reichel übergeben.


Besuch der Landesgartenschau 2016 in Öhringen verbunden mit einem Treffen mit

der Geschäftsführerin Annette Stoll-Zeitler

Teinahme an der kulinarischen Bierwanderung der Spezialisten von Loßburg nach Alpirsbach - 2016



Besichtigung des neuen Plenarsaals im baden-württembergischen Landtag in Stuttgart - 2016


Spendenaktion der Horber Nachtwächter zugunsten des Horber Fördervereins Stadtbücherei - 2015


Die Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein sammelten beim Horber Advent 2015 Spenden, die dem Förderverein Stadtbücherei zugute kommen sollten. Der Spendenscheck in Höhe von 222,22 € wurde in der Horber Stadtbücherei an die 2. Vorsitzende Heike Wack und die Büchereileiterin Monika Bauer durch Vereinskassier Stefan Reichel übergeben.


Spendenaktion der Horber Nachtwächter zugunsten des Rexinger Heimatbuchs - 2015


Die Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein sammelten bei der Juniführung Spenden, die der Drucklegung des Rexinger Heimatbuchs zugute kommen sollten. Die Übergabe des Spendenschecks an Ortsvorsteherin Birgit Sayer in Höhe von 350 € erfolgte im Beisein von Frau Andrea Dettling, die die Herausgabe des Heimatbuchs koordiniert.


30-jähriges Türmerjubiläum in Ebern




Am 20./21. Juni 2015 feierten die Horber Nachtwächter auf Einladung der Stadt Ebern mit dem Eberner Türmer Armin Dominka dessen 30-jähriges Türmerjubiläum und beteiligten sich im Rahmen des 3. Mittelaltermarkts am nächtlichen Stadtrundgang.

Besuch einer Baustelle der Extraklasse




Auf Einladung des Poliers Athanasios Coucouvis besuchten die Horber Nachtwächter am 18. Juni 2015 in Rottweil den im Bau befindlichen ThyssenKrupp Testturm und erkundeten die Baustelle in 150 m Höhe.

Spendenaktion der Horber Nachtwächter zugunsten des Sonderkontos von Diakon Ewald Wurster, das die katholische Kirchengemeinde Mühringen für soziale Zwecke eingerichtet hat - 2014



Die Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein sammelten beim Horber Advent 2014 Spenden, die dem Sonderkonto des Diakons Ewald Wurster zugute kommen sollten. Die Übergabe des Spendenschecks in Höhe von 500 € erfolgte in der Mühringer Mikwe durch Vereinskassier Stefan Reichel.



Spendenaktion der Horber Nachtwächter zugunsten der Restaurierung des Nordstetter Schlossportals - 2014


Die Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein sammelten bei der Septemberführung Spenden, die dem Schlossförderverein Nordstetten zugute kommen sollten . Die Übergabe des Spendenschecks an den Vorsitzenden des Fördervereins Eugen Schlotter in Höhe von 666,66 € erfolgte im Beisein von Ortsvorsteherin Edith Barth.

Politische Informationsfahrt der Nachtwächter
in die Bundeshauptstadt Berlin





Auf Einladung des Parlamentarischen Staatsekretärs und Bundestags-
abgeordneten Hans-Joachim Fuchtel nahmen die Nachtwächter mit ihren Gattinnen vom 15. bis 18. Juni 2014 an einer politischen Informationsfahrt nach Berlin teil.


Spendenaktion der Horber Nachtwächter zugunsten des AWO-Ortsvereins Horb - 2013

Die Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein sammelten beim Horber Advent 2013 Spenden, die dem AWO-Ortsverein Horb zugute kommen. Die Übergabe des Spendenschecks an die beiden Vorsitzenden des Ortsvereins Bürgermeister Jan Zeitler und Ulrich Hoffmann in Höhe von 333,33 € erfolgte durch Vereinskassier Stefan Reichel.


Spendenaktion der Horber Nachtwächter zugunsten der Lebenshilfe Horb/Sulz e.V. - 2012
Stuhlpatenschaft der Nachtwächter bei der Stiftung Jüdischer Betsaal Horb

Die Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein sammelten beim Horber Advent 2012 300 €, die Jugendlichen mit geistiger Behinderung zugute kommen. Die Übergabe des Spendenschecks erfolgte durch Vereinskassier Stefan Reichel an Frau Barbara Rauschenberger, 1. Vorsitzende der Lebenshilfe Horb/Sulz e. V.

Außerdem übergaben die Nachtwächter 100 € für 2 Stühle im restaurierten Betsaal an die Vertreter der Stiftung Jüdischer Betsaal Horb.

10 Jahre Nachtwächter in Weil der Stadt

Die Horber Nachtwächter beteiligten sich am Nachtwächtertreffen in Weil der Stadt am 30.06.2012

Foto: Sindelfinger Zeitung/Richter

Gießkannenaktion der Horber Nachtwächter - 2012

Die Horber Nachtwächter, deren Dienst einst mit dem Amt des Totengräbers verbunden war, übergaben am 13. April 2012 der Nordstetter Ortsvorsteherin Edith Barth 10 neue Gießkannen für die Friedhöfe in Horb und Nordstetten.


Spendenaktion der Horber Nachtwächter zugunsten des Altenpflegeheims 'Bischof Sproll' - 2011

Die Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein besuchten während des Horber Advents 2011 das Altenpflegeheim 'Bischof Sproll' und bedachten alle Bewohnerinnen und Bewohner mit einem Weihnachtsstern.


Besuch der Nachtwächter im Europaparlament
in Straßburg

Auf Einladung von Michael Theurer, MdEP (FDP/ALDE), besuchten die Horber Nachtwächter am 26.09.2011 das Europaparlament in Straßburg.



Verleihung der Ehrennadel der Stadt Horb am Neckar
in Bronze



Für ihr ehrenamtliches Engagement verlieh Oberbürgermeister Peter Rosenberger den drei Horber Nachtwächtern am 03.07.2011 die Ehrennadel der Stadt Horb am Neckar in Bronze.


Sonja Faber-Schrecklein vom SWR Landesschau-Mobil besuchte
am 14.07.2011 die Horber Nachtwächter.


 Spendenaktion der Horber Nachtwächter zugunsten des DRK-Kreisverbandes Freudenstadt - 2011


Die Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein unterstützten nach dem Umgang im Mai den DRK-Kreisverband Freudenstadt mit einer Spende von 300 €. Die Übergabe der Spende erfolgte durch Vereinskassier Stefan Reichel an Kreisbereitschaftsleiter Ulrich Beuter vom DRK-Kreisverband.


Spendenaktion der Horber Nachtwächter zugunsten des Fördervereins Stiftskirchenorgel - 2010

Die Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein unterstützten nach dem Umgang beim Horber Advent den Förderverein Stiftskirchenorgel mit einer Spende von 300 €. Die Übergabe der Spende erfolgte durch Vereinskassier Stefan Reichel an Dr. Alfred Seifriz und Wolfgang Kaiser vom Förderverein Stiftskirchenorgel.


Spendenaktion der Horber Nachtwächter zugunsten des Antonie-Leins-Künstlerhauses - 2010

Die Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein unterstützten nach dem Umgang im September das "Antonie-Leins-Künstlerhaus" mit einer Spende von 500 €. Die Übergabe des Spendenschecks erfolgte durch Vereinskassier Stefan Reichel an Michael Zerhusen, Vorsitzender des Fördervereins Künstlerhaus.

Spendenaktion der Horber Nachtwächter zugunsten der Benefiz-Gala für herz- und krebskranke Kinder - 2010

Die Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein unterstützten nach dem Umgang im Mai die Benefiz-Gala für die Nachsorgeklinik in Tannheim mit ihrem Auftritt in der Schlossscheuer und einer Spende von 205 €.


Spendenaktion der Horber Nachtwächter zugunsten der Erneuerung des Holznischenkreuzes beim ehemaligen Altheimer Tor - 2010

Die Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein unterstützten nach dem Umgang im April die Horber Kolpingsfamilie bei der Erneuerung des Holznischenkreuzes am Torwärterhäusle mit 400 €.

Spendenaktion der Horber Nachtwächter zugunsten der Sozialstation Horb - 2009


Die Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein besuchten während des Horber Advents das Altenpflegeheim Ita von Toggenburg und sangen mit musikalischer Begleitung von Werner Leupolz und Gerhard Wudi weihnachtliche Weisen. Dabei erhielten alle 85 Heimbewohner von den Nachtwächtern als kleines Geschenk einen Weihnachtsstern.

Spendenaktion der Horber Nachtwächter zugunsten des Vereins Sterntaler Horb - 2008

Die Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein sammelten beim Horber Advent 2008 350 € für den Verein Sterntaler Horb, der Kindern aus sozial schwachen Familien konkrete Hilfe vor Ort anbietet. Die Übergabe des Spendenschecks erfolgte durch Vereinskassier Stefan Reichel an Frau Petra Klink und Frau Anette Theiß.

Spendenaktion der Horber Nachtwächter für die Restaurierung des "angekratzten" Nachtwächters auf der Wachthausfassade - 2008

Die Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein sammelten bei der Führung im Juli 2008 333,33 € für die Restaurierung der Nachtwächterfigur auf der Wachthausfassade. Die Übergabe des Spendenschecks erfolgte durch Nachtwächter Heinrich Raible an Bürgermeister a. D. Gerhard Munding, der in Vertretung von OB Michael Theurer erschienen war.

Spendenaktion der Horber Nachtwächter zugunsten der Horber Tafel - 2007

Die Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein sammelten beim Horber Advent 2007 500 € für die Horber Tafel, die Menschen in Not unterstützt. Die Übergabe des Spendenschecks erfolgte durch Vereinskassier Stefan Reichel an Erwin Reck, Leiter des Caritaszentrums Horb.

Spendenaktion der Horber Nachtwächter zugunsten der Lebenshilfe Horb/Sulz e.V. - 2006

Die Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein sammelten beim Horber Advent 2006 500 €, die Menschen mit geistiger Behinderung zugute kommen. Die Übergabe des Spendenschecks erfolgte durch Vereinskassier Stefan Reichel an die Vertreter der Vorstandschaft der Lebenshilfe Horb/Sulz e. V.

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Ein nachtwächterliches Präsent nicht nur für Horber Waschweiber:
Der Horber Schoko-Nachtwächter
Eine Gemeinschaftsproduktion von Nachtwächter Bruno Springmann
und dem Konditor und Schokolatier Helmut Kipp




(Bilder: Charly Kuball, Volker Schmid, Marike Römmler, Herbert Kreß, Marcus Michel,
Jürgen Baiker, Alfred Binder, Andreas Ellinger, Hans-Michael Greiß, Christian Volk, Joachim Lipp)

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